Ein Lichtermeer zum Schluss – Die Christophorus-Kantorei Altensteig gastierte mit einem bewegenden Weihnachtskonzert in den Stadtkirchen Nagold und Altensteig.

Das Leitmotiv der Heiligen Nacht prägte das gesamte Programm und wirkte als Wegweiser in der Weihnachtszeit….Mit barocken Kompositionen von Andreas Hammerschmidt und Georg Friedrich Händel sorgten die etwa 60 Mädchen und Jungen gleich zu Beginn für eine erwartungsvolle Stimmung in der Kirche…Die Intensität der Chormusik ließ auch im weiteren Konzertverlauf nicht nach. Sowohl die populären Weihnachtslieder als auch zeitgenössische Werke wie »Christus est natus« von Damijan Močnik untermauerten den hervorragenden Ruf der Christophorus-Kantorei. Vom anspruchsvollen Sprechgesang-Labyrinth bis zu dissonanten Intervallen oder dem von Stimmenhelligkeit geprägten »Lux aurumque« von Eric Whitacre war alles dabei. Nach dem abschließenden, vom Chor gesungenen »Stille Nacht«, brandete der Applaus sofort auf und die Menschen in der Nagolder Stadtkirche würdigten die singende Jugend mit lang anhaltenden Standing Ovations. In der nachfolgenden Dunkelheit entzündeten die Sänger kleine Lichter und füllten den Kirchenraum abschließend mit dem schönen »This Little Light of Mine« im wahrsten Sinne des Wortes mit Licht.

Schwarzwälder Bote 16.12.2017


Himmlisches Konzert und ein Gemälde

Der Murianer Street-Art-Künstler Pirmin Breu sprayte während des Liedes «Ehre sei Gott in der Höhe» ein Bild. Dafür hatte er gerade mal acht Minuten Zeit. Die Gottesdienstbesucher konnten miterleben, wie ein himmlisches Werk vor seinen Augen sprühend auftauchte. Unglaublich, mit welch himmlischen Melodien die jungen, kräftigen Stimmen den Klangraum der Kirche ausfüllten, mit welchem Enthusiasmus und welcher Hingabe die Jugendlichen locker an ihr Werk gingen. Bei den Zuhörern erzeugte dies große Bewunderung und gelegentlich Gänsehaut. Wahrlich, da verstehen ein Stimmbildner und ein Chorleiter seit Jahren mit akribischer Arbeit eine hohe Qualität und Intensität des klassischen Jugend-Chorgesangs aufrecht zu erhalten. Kein Wunder, hat der Chor, der sich laufend erneuert, schon bedeutende Preise erhalten und tourt seit Jahren durch ganz Europa…

Der Freiämter 12.12.2017


Gesang strahlt innere Energie aus – Christophorus-Kantorei begeistert in Walddorf

In der wohlwollenden Akustik der Walddorfer Kirche breiteten die Sänger ihre Vorzüge im vollen Umfang aus….Wobei der mehrsinnige Begriff »Dynamik« das Gesamtbild des Ensembles seit Jahrzehnten kennzeichnet und bestimmt. Auch jetzt unterstrich die Lautstärke-Differenzierung die polyfonische Stimmenführung der barocken und romantischen Strukturen. Parallel dazu und besonders in modernen Werken entwickelte die Musik eine eigene Dynamik, der Gesang strahlte innere Energie, jugendliche Vitalität und eine beinahe kompromisslose künstlerische Angriffslust aus. Dadurch gewann der Chor noch mehr Authentizität, und es lag auf der Hand, dass die Sänger ungekünstelt und aus innerem Bedürfnis den Anweisungen des Dirigenten folgten…

Schwarzwälder Bote  23.11.2017


Klare Stimmen faszinieren – Christophorus-Kantorei Altensteig begeisterte mit klassischen und zeitgenössischen Werken

Die Christophorus-Kantorei Altensteig, ein zu Recht mehrfach preisgekrönter Chor des Musikgymnasiums aus der Schwarzwaldgemeinde, präsentierte als krönenden Abschluss des Chorfests nicht nur besondere Höhepunkte aus seinem vielseitigen Repertoire, sondern kooperierte auch mit den Chören aus dem Bereich Wertheim – und das gelang ohne eine besondere vorherige Probe…Die beiden Sätze „Dies irae“ und „Lacrimosa“ aus einem zeitgenössischen „Lateinischen Requiem“ waren durch scharfe Kontraste gekennzeichnet: Harte rhythmisch in den Raum geworfene Wort- und Tonfetzen rüttelten auf, sanfte Legatobögen und gregorianisch gesetzte Melodiebögen verbreiteten Ruhe und trösteten wieder…Die klaren Stimmen der Christophorus-Kantorei faszinierten mit Klangfülle, deutlicher Textdarstellung und vollendet ausgefeilter Intonation der Harmonien und gerade auch der Dissonanzen, die die manchmal extrem modernen Sätze kennzeichneten….So überraschte der Chor mit einem tschechischen Volkslied und der „Bossa buffa“ von Arne Mellnäs, die eine raffinierte Mischung aus Fingerschnipsen, Sprechgesang und diversen Geräuschen enthielt. Improvisatorische Elemente ließen Klänge entstehen, die sicherlich so manchen „normalen“ Chorsänger erstaunen ließen, was mit Singstimmen alles möglich ist. Ein schwungvolles „Schwäbisches Quodlibet“ aus sieben oder acht ineinander verschachtelten bekannten Volksliedern und das hervorragend in Szene gesetzte Volkslied „Als wir jüngst in Regensburg waren“ mit dem fantasieanregenden Text „Schwäbische, bayrische Mädels juchheirassa muss der Schiffsmann fahren“ bildeten den Höhepunkt der weltlichen Liedfolge.

Fränkische Nachrichten 08.05.2017


Stimmen voller Lebenskraft

Da war die feierlich nachhallende Akustik der St. Wolfgangskirche anfangs fast ein bisschen überfordert von so viel Schwung und Tempo. Mit solchem Temperament und rhythmischem Pfeffer ließen die jungen Sänger die Silben prasseln, dass die nächste Salve immer schon in den Raum eilte, ehe das Echo der vorhergehenden zurückgekehrt war. Es war die Christophorus-Kantorei, die am Samstagabend in der von Andreas Dorfner geleiteten »Concertino«-Reihe im neoromanischen Gewölbe gastierte. 50 junge Frauen und Männer vom Christophorus-Musikgymnasium in Altensteig. Bestens ausgebildet, mit einer bewundernswerten Stimmkultur gesegnet und von Dirigent Michael Nonnenmann nicht nur zur Einheit geformt, sondern auch zum bewussten Gestalten angeregt.
So sind es gleich mehrere Dinge, die diesen A-cappella-Abend zu einem Genuss für Liebhaber geistlichen Chorgesangs machen. Da ist einmal das Timbre, die Konsistenz des Gesamtklangs. Blendend ausgewogen, seidenfein und selbst dort noch rund, sonor und geschmeidig, wo es bei anderen Chören gerne eckig und schrill wird: in den wuchtig auftrumpfenden Passagen, in den Männerstimmen, in den hohen Lagen der Soprane. Es erfreut zudem die Beweglichkeit, Agilität und Präsenz dieser Stimmen. Und schließlich ihr Gestaltungswille…In jedem Stück, in jeder Zeile ist bei diesem Chor die Suche nach dem angemessenen Charakter zu spüren. Am eindrucksvollsten ist der Kontrast bei Zdenek Lukáš: Zornig, ja geradezu wutgeladen lodert sein »Dies irae«. Das direkt anschließende »Lacrimosa« hingegen ist ganz zart-melodiöse Hingabe. Unter dem Titel »Verleih uns Frieden« spannt sich der Bogen vom Frühbarock eines Heinrich Schütz bis hin zu den Gegenwartskomponisten Knut Nystedt und Robert Delgado. Das Programm gewinnt der Passionsthematik von Schuld und Hingabe dabei auch erstaunlich politische Seiten ab. So erinnert Rudolf Mauersbergers Motette »Wie liegt die Stadt so wüst« an die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. Sehr berührend, mit welcher resignativen Traurigkeit der Chor das aussingt. In mitreißender Aufgewühltheit kommt hingegen Benjamin Brittens Motette »Advance Democracy«. Unter dem Eindruck des Aufstiegs der Nationalsozialisten geschrieben, wirkt sie heute wieder brennend aktuell. Der Abend bot aber auch Stücke zum Genießen, Zurücklehnen, Meditieren. Etwa in zwei vertonten Gebeten von Jacques Berthier und Maurice Duruflé, für die sich die Sänger im Kreis um das Publikum aufstellten…
Mit den zauberhaft atmosphärischen Akkordschleiern von Eriks Ešenvalds (»Stars«) und Knut Nystedt (»Peace I leave with you«)) ließen die jungen Sänger dann schon einmal klanglich den Sternenhimmel
blinken. Ein schöner Auftritt.

Reutlinger Generalanzeiger 27.03.2017


Jugendchor aus dem Schwarzwald gab A-Cappella-Konzert

„Praise the Lord“ – Eindrucksvoller kann man das Lob des Herrn kaum zum Ausdruck bringen, als es den frischen Stimmen der rund 40 jungen Sängerinnen und Sängern beim A-cappella-Konzert in Georgensgmünd gelang. Die Besucher…erlebten unter der Leitung von Michael Nonnenmann eine begeisternde Sternstunde geistlichen Chorgesangs….

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung 11.02.2017