Bewegende Konzerte mit Ehemaligen und Orchester

Am 7. und 8. Februar stand für die Christophorus-Kantorei das erste große Highlight des Jahres 2026 an. Gemeinsam mit 35 Ehemaligen, einem 40-köpfigen Orchester und Solisten führten die 45 Sängerinnen und Sänger der Christophorus-Kantorei unter Leitung von Carina Engel Psalmvertonungen von Felix Mendelssohn Bartholdy und Otto Nicolai auf.

Festlich eröffnet wurden die Konzerte in der Jakobskirche Pfalzgrafenweiler und der Stadtkirche Nagold mit der Kirchlichen Festouvertüre über den Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Otto Nicolai. Kraftvoll erklang der von Martin Luther zu Psalm 46 geschriebene Text; zwischen den Choralzeilen bot Nicolai dem Orchester reichlich Gelegenheiten zu brillieren.

Für Felix Mendelssohn Bartholdy gehören Psalmvertonungen zu den wichtigsten Werken seines Schaffens. Zwei seiner fünf großen Orchesterpsalmen standen in Pfalzgrafenweiler und Nagold auf dem Programm: Der 95. Psalm „Kommt, lasst uns anbeten“ und der 42. Psalm „Wie der Hirsch schreit“.

In beiden Werken reihte sich ein musikalischer Höhepunkt an den anderen: angefangen im 95. Psalm mit dem von Jo Holzwarth ausdrucksstark gesungenen Tenor-Solo „Kommt, lasst uns anbeten“ über den jubilierenden Chor „Kommet herzu“ und das von Jeannette Bühler (Sopran) und Fiona Stritt (Mezzo-Sopran) gefühlvoll vorgetragene Duett „Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringt“.

Genauso ging es im 42. Psalm weiter mit dem sehnsuchtsvollen Eingangschor „Wie der Hirsch schreit“, dem traumhaft schönen Quintett „Der Herr hat des Tages verheißen seine Güte“ (Jeannette Bühler, Jo Holzwarth, Martin Höhler, Joel Mutschler, Jonathan Steinestel) und dem feierlich-majestätischen Schlusschor, der in der Schlussfuge „Preis sei dem Herrn“ seinen Höhepunkt fand und zugleich den passenden Schlusspunkt der stimmungsvollen Abende setzte.

Das sichtlich berührte Publikum erhob sich am Ende zu einem langen, tosenden Beifall. Die Konzerte werden bei den Zuhörern und den über 120 Mitwirkenden wohl noch lange nachklingen.