Dr. Jürg Wieber

Dr. Jürg Wieber wurde 1927 in Halle an der Saale geboren. Von 1933 an lebte er in der Lutherstadt Wittenberg und wuchs als Sohn des Kantors und Organisten Adolf Wieber ganz in der Tradition mitteldeutscher Kantoreien heran. Schon mit 6 Jahren als Kurrendaner und mit 10 Jahren als Chorsänger in der Johann-Walter-Kantorei war er aufs engste mit der Kirchenmusik verbunden.

Im Jahre 1948 zog die Familie nach Laubach in Oberhessen, wo der Vater die Laubacher Kantorei gründete. Hier konnte Jürg Wieber als Chorpräfekt weitere Erfahrungen auf dem Gebiete der Chormusik sammeln. Nach dem Abitur begann er 1950 mit dem Studium der Musikwissenschaften an der Universität Mainz und seiner Ausbildung in der Chorleitung bei Professor Kurt Thomas. 1953 wechselte er an die Universität Frankfurt, an der er 1958 promovierte. Er leitete dort das Akademische Kammerorchester und den Studentenchor.

1961 folgte er dem Ruf als Musikerzieher an die Jugenddorf-Christophorusschule Altensteig im Schwarzwald, wo er dann 1962 die Christophorus-Kantorei gründete. Für die besonderen Verdienste um die Pflege der Kirchenmusik wurde ihm 1975 vom Landesbischof Class der Titel eines Kirchenmusikdirektors verliehen. Aufgrund seiner besonderen musikpädagogischen Leistungen und seines erfolgreichen Wirkens im Bereich der Chormusik erhielt er 1989 das Bundesverdienstkreuz.